Nachhaltige Produktion

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Will man in der Praxis umsetzbare und bezahlbare innovative Ideen für eine intelligente Produktion generieren, so ist es notwendig, Produktlebenszyklen, die eingesetzten Technologien, Arbeitsprozesse, Umweltaspekte sowie mögliche Alternativen zu bewerten. Entscheidend scheint dabei folgende Ausgangsfrage: „Was und wem außer Beratungsfirmen nützt das schönste CO2-Kompensationsprogramm, also die Pufferung bereits eingetretener negativer Klimaeffekte, wenn man die Ursachen dafür nicht oder nur unzureichend in den Blick nimmt?“ These, abgeleitet aus knapp drei Jahrzehnten Berufserfahrung in der Druckindustrie: Maßgeblich mit verantwortlich für den stetig zunehmenden Energie- und Ressourcenverbrauch ist die mittlerweile weit verbreitete „Alles-geht-Mentalität“.


Intelligente Produktion konkret: optimieren statt lackieren

Selbstverständlich ist produktionstechnisch vieles möglich, die Frage ist nur, ob der dafür betriebene Aufwand unter Gesichtspunkten des Umwelt-, Ressourcen und Klimaschutzes in einem vertretbaren Verhältnis dazu steht. Beispielsweise werden heute viele Drucksachen deshalb mit Lacken veredelt, weil der Farbauftrag auf dem Produkt sehr hoch ist und nur so eine sofortige Weiterverarbeitung („Zeit ist Geld!“) möglich ist. Optimiert man jedoch das gewünschte Endprodukt gleich in der Grafik bzw. der Druckvorstufe, so ist der Lack gar nicht nötig.


Lebenszyklen verlängern: Druckplatten wieder verwenden

Analog verhält es sich mit dem Einsatz von Druckplatten, die in einem sehr energieintensiven Prozess auf Basis hochwertigen Aluminiums hergestellt werden: anders als vielfach behauptet kann man diese etwa für Wiederholungsaufträge wie Briefpapier selbstverständlich mehrfach benützen, sofern man die Zeit aufwendet diese fachgerecht zu konservieren und zu archivieren. Nur, siehe oben, dies erfordert ein gewisses Quantum Zeit (& die ist wieder Geld), so dass die Offsetplatten heute in den meisten Betrieben sofort nach dem Einsatz zum Altmetall geschmissen werden. Es ist eben einfacher neue Druckplatten herzustellen, als bereits vorhandene aufzubewahren. Nötig ist das keineswegs.


Optimierter Ressourceneinsatz

Im Dialog mit den Kunden lässt sich gerade bei wiederkehrenden Aufträgen wie Briefpapieren, Heften oder Broschüren die Produktion optimieren. In aller Regel ist dabei eine Einsparung von Papier, Farbe, Energie und Emissionen mit relativ einfachen Mitteln zu erzielen.


Lagerhaltung und Komplettfertigung

Die Komplettfertigung Inhouse, unser gut sortiertes Papier- und Farbenlager sowie ausgefeilte Logistiklösungen sparen Wege, überflüssige Fahrten und damit Energie und CO2-Emissionen.


Weiterbildung

Weiterbildung in Sachen neuer Produktions- und Fertigungsverfahren, auch mittels E-Learning, das Kennenlernen und sich Vertraut machen mit den neuesten Technologien sowie die konsequente Umsetzung von Qualitätsstandards in die Tagespraxis sind die maßgeblichen Handlungsleitlinien für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Dialog mit den Kunden

dieÖkodrucker.de sind jederzeit offen für Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Innovationen in Sachen Material&Technik, Service sowie Ökologie und Fairness. Helfen Sie uns noch besser zu werden!


CO2-freie Produktion zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Heute sind die unterschiedlichsten Öko-Label auf dem Markt. Viele werben damit. Die Spannbreite geht vom Lebensmittel-Discounter bis zum Hersteller von hochpreisigen SUV-Spritschluckern. Aber was steckt hinter den Labeln? In vielen Fällen fehlt die Transparenz. Zu unterscheiden, ob es sich um greenwashing, ökologischen Ablasshandel oder um erwähnenswerte Beiträge zur Stabilisierung von Klima und Umwelt handelt, fällt Nicht-Fachleuten, die wir alle in den allermeisten Fällen sind, häufig schwer. Dies gilt besonders für den privaten Bereich, aber auch für den Geschäftlichen. Nur der offensichtliche Widersinn fällt auf: das grüne Mäntelchen für das in jeder Hinsicht überdimensionierte Luxusauto oder, in beruflicher Hinsicht, das Label „CO2-frei“ auch für völlig konventionell hergestellte Drucksachen. Uns fehlt nicht nur die Möglichkeit zu überprüfen, wie Umweltlabel auf diese Produkte kommten sondern auch die nötige Fantasie um zu erklären, was der Begriff CO2-frei bedeuten soll, wenn er für derartige Produkte Anwendung findet.
Ebenso treibt uns die traurige Tatsache um, dass beim Handel mit Verschmutzungsrechten offenbar in erheblichem Umfang Wirtschaftskriminelle ihre Finger mit im Spiel haben. Nicht zuletzt die von der Staatsanwaltschaft veranlasste Durchsuchung bei der Deutschen Bank Anfang März 2011 (siehe Artikel Sueddeutsche.de vom 05.03.2011 und SpiegelOnline vom 03.05.2010 ) zur Beweissicherung bei groß angelegten Geschäften legt den begründeten Verdacht nahe, dass der Handel mit den Verschmutzungszertifikaten zum Teil selbst durch trübe Kanäle geht und dass damit auf schmutzige Art und Weise hunderte Millionen Euro verdient werden. Also alles heiße Luft beziehungsweise nur ein CO2-freier Sturm im Wasserglas? Sicher nicht.
dieÖkodrucker.de wollen konkrete und praktisch umsetzbare Schritte in Richtung nachhaltigen Wirtschaftens gehen. Wir nehmen den eigenen Umweltanspruch sehr ernst und setzten deshalb bei den entscheidenden Parametern in der Druckproduktion, also bei Papier, Farbe und Druckhilfsmitteln konsequent auf 100% Öko. In punkto Zertifizierung als „CO2-frei“ müssen wir die für uns noch recht unübersichtliche Lage erst genauer sondieren, um abschätzen zu können, wie es letztlich darum bestellt ist. Ganz unabhängig davon geben wir uns jede Mühe, die Produktion so umweltfreundlich zu gestalten, wie nur irgend möglich. Dabei setzen wir auf die alltägliche Praxis.


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